Straßenbänke – Pro und Contra

Zuletzt aktua­li­siert am 1. August 2020 von Marie Wolf

Allen Menschen recht getan,
ist ein Kunst, die niemand kann

Deut­sches Sprichwort

Pro

Ich finde es prima, wenn Leute den öffent­lichen Raum nutzen, da sind, sich sichtbar und so öffent­liches Leben weiter möglich machen.

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Sitz­bänke macht unsere Stadt irgendwie ein Stück "gemüt­licher". Sie bringen Ruhe in die Stadt! Jeder darf sich ein­ge­laden fühlen, für einen Moment zu rasten, aus­zu­ruhen, Kraft zu tanken, Son­nen­licht auf­zu­nehmen oder sitzend zu beob­achten, was so geschieht.

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Die ein­fachen Dinge sind so wichtig – ein Ort fürs Zusam­men­kommen und Inne­halten, sollte nir­gends fehlen.

Bri­gitta B., Facebook

Ich finde es toll, dass es keine Metall‑, sondern eine Holz­bänke sind. Metall­bänke sind viel­leicht prak­tisch, aber nicht so gemütlich und warm.

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Wow! Dann werd ich also zukünftig im Sommer meine Zeit auf Bänken ver­bringen, mit viel­leicht anderen lieben Nachbarn!

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Was mir grad noch spontan ein­fällt – kann man ja für spinnert halten – wie wären denn Bank­pa­ten­schaften? [ … und so kam es dann auch! Danke, Detlef, für diesen Gedan­ken­anstoß! Anmerkung M.W.]nebenan​.de, Sitz­bankpate Detlef

Ich muss dazu sagen, dass ich Men­schen jeden Alters und ihre Geschichten liebe! Für mich lädt eine öffent­liche Bank zur Kom­mu­ni­kation ein. Sogar nicht nur mit Men­schen, auch mit der Umgebung, der "Umwelt". Eine Sitzbank kann ein Ort der Ent­spannung und des Aus­ruhens sein, aber auch der Gesel­ligkeit, des Mit­ein­anders und vieles mehr!

Sitzbank-​Patin Nicole

Es gäbe so viele schöne Stellen für Bänke …

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Spe­ziell für die Sitzbank Bank Ecke Hohe Straße /​ Son­nen­straße bin ich sehr, sehr dankbar. Ich bin nicht mehr gut zu Fuß, diese ist aber nur ein paar Häuser von mir ent­fernt, so dass ich mal etwas anderes sehe als meine 4 Wände, auch mal jemanden anlä­cheln und grüßen kann und natürlich auch selbst mit freund­lichen Blicken bedacht werde.

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Es ist eine super Idee mit all diesen Bänken. Setze mich bei den ganzen Gas­si­gängen gerne auf die ein- oder andere Bank und man kommt immer wieder in tolle Gespräche mit Leuten aus der Nach­bar­schaft. Als Nächstes wäre es toll, wenn der Son­nen­platz eine Erneuerung – und Begrünung – bekäme. Es ist so ein schöner Platz und er ist soooooo ver­waist.

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Contra

Ich gehöre zu der alternden Bevöl­kerung und weiß Sitz­ge­le­gen­heiten zu schätzen. Dennoch: Ich wohne quasi schräg gegenüber [der im Saar­land­viertel ent­fernten Sitzbank, Anmerkung M.W.] und habe unmög­lichen Zustände mit­be­kommen. Oft gab es da Besoffene etc., die mich und andere Leute ange­macht haben. Nach Geld gebettelt, gepinkelt, ran­da­liert, den Platz zuge­müllt. Die kleine grüne Ecke stank bes­tia­lisch, besonders nach den BVB Heim­spielen. Und laut war es auch.

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Bis auf das Statement eines Pas­santen, dass es "zynisch" sei, hier (- im "reichen" Kreuz­viertel -) Sitz­bänke auf­zu­stellen ange­sichts der "Zustände" in der Nord­stadt (- dazu hätte sich viel argu­men­tieren lassen, ein Gespräch wurde von dem Pas­santen aber ver­weigert -), fasst obiges "Contra-​Zitat" mög­li­cher­weise alle Argu­mente gegen Sitz­bänke zusammen!

Auch in der Innenstadt-​West wird es aus­schließlich von ihren Bewohnern, ihrer Toleranz und Kom­pro­miss­be­reit­schaft, die ver­schie­den­ar­tigen Bedürf­nissen und Lebens­arten anderer, den öffent­lichen Raum zu nutzen und wohl auch zusätzlich ihrer Für­sorge um die Sitzbank-​Standorte abhängen, ob Bänke lang­fristig das Zusam­men­leben im Viertel cha­rak­te­ri­sieren werden dürfen!

Was zusätzlich nachdenklich stimmen kann

Ganz zu Beginn, 2018, reagierte eine Bewoh­nerin des Kreuz­viertel auf das Sitz­bank­projekt so:

Die Idee, Sitz­bänke hie und da auf­zu­stellen, finde ich prima. Aller­dings sollte darauf geachtet werden, dass keine Park­plätze weg­ge­nommen werden, sonst befürchte ich Protest, denn PKW-​Stellplätze sind eh schwierig zu bekommen.

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Aber ist so ein Einwand über­haupt berechtigt? Lies hier:

Berlin, Pankow, 1888 Park­plätze, 3 Sitz­bänke

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