Sitzbänke-Benützer*innen in den Straßen des Dortmunder Kreuzviertels

Zuletzt aktua­li­siert am 7. August 2020 von Marie Wolf

Hier ent­steht eine Galerie, die die Vielfalt an Besucher*innen der Sitz­bänke des Pilot­pro­jekts "Jeder Straße ihre Sitzbank" in den dafür aus­ge­wählten Straßen des Dort­munder Kreuz­viertels ver­an­schau­lichen soll.

Obwohl nun alle Sitz­bänke von Sitzbank-Pat*innen ver­sorgt werden, besuche ich als Bank-​Buddy regel­mäßig gezielt "meine" Sitz­bänke und komme zusätzlich als Fuß­gän­gerin (- und als Abfall­patin für Müll zwi­schen den Sitzbank-​Standorten immer mit Hand­schuh und Säckchen "bewaffnet" -) auch an den meisten anderen Sitz­bänken oft vorbei.

Auf meinen Touren von Bank zu Bank treffe ich natürlich häufig Men­schen an, die gerade eine Bank benutzen. Die meisten beginnen gerne ein Gespräch mit mir.

Nachdem ich das Pilot­projekt "Jeder Straße ihre Sitzbank" vor­stelle habe, frage ich anschließend die Sit­zenden, ob ich sie für diese Galerie hier foto­gra­fieren dürfe!

Der Wunsch, alle Teile der Gesell­schaft, die Diver­sität in einer Stadt, jung und alt, gesund und gebrechlich, Men­schen aller Geschlechter, sozialer Schichten und Haut­farben (Ethnien) und ins Auge fal­lende Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keiten abzu­bilden, wird mir kei­neswegs immer erfüllt – ein großes Danke an alle, die mir (- oder anderen, die mir Fotos zukommen ließen -) ihre Erlaubnis gegeben haben!

GALERIE

Das Kreuz­viertel ist bunt!

Solltest Du, Besucher*in dieser Seite, bzw. Du mit Deiner Familie, Freunde von Dir etc. etc. auch die Mög­lichkeit haben, unsere Sitz­bänke zu besuchen und möchtest gerne in diese Galerie auf­ge­nommen werden, schicke

  • ein scharfes, hoch­auf­lö­sendes Foto (Minimum 1 MB, besser noch größer) im Format 1:1, auf dem
  • Du bzw. Ihr auf bzw. auch rund um eine der 19 Sitz­bänke zu sehen seid,

an die E‑Mail-​Adresse mariewolf@​mariewolf.​de und bestätige in der E‑Mail, dass alle auf dem Foto /​ den Fotos abge­bil­deten Per­sonen mit der Ver­öf­fent­li­chung ein­ver­standen sind!

Bildbeschreibungen zu Fotos, die ich nicht machen durfte

Auf Sitzbank Nr. 2 fand sich ein fröh­liches Bierchen-​Trio zusammen: Eine Frau, zwei Männer. Men­schen, die ver­mutlich nicht den gerad­li­nigsten Lebensweg hinter sich haben. Wagt es tat­sächlich jemand, ihnen ihr kleines Glück auf der Stra­ßenbank zu neiden, nicht zu gönnen ???

Sie lassen sich nicht von mir foto­gra­fieren, erzählen aber stolz, dass sie alle Standorte der neuen Bänken kennen und von ihrer (- leider durchaus nach­voll­zieh­baren und insofern sehr klugen -) Stra­tegie, immer wieder andere Sitz­bänke auf­zu­suchen – und ich glaube ihnen aufs Wort, als sie treu­herzig ver­si­chern, dass sie alle Sitz­bank­standorte auch immer ganz sauber ver­lassen!

Auf Sitzbank Nr. 3 ent­deckte ich eines Vor­mittags zwei "Pracht­ex­em­plare" von Männern mitt­leren Alters, stilvoll rocker­mäßig gekleidet, in kurzen Hosen und an Armen und Beinen mit präch­tigsten bunten Tattoos ver­ziert!

Im ach so reichen Deutschland gibt es viele Men­schen, die weite Strecken zu Fuß gehen müssen, um leistbar ein­kaufen zu können. Die Dame, die auf der Sitzbank Nr. 5, "dem Kammel & Kühler seine Bank", ver­weilte und die ich leider nicht foto­gra­fieren durfte, war durchaus erst mitt­leren Alters und doch erzählte sie, dass sie sehr froh darüber sei, mit ihren schweren Taschen auf dem langen Rückweg vom Netto (Hohe Straße) zu sich nach Hause (- am west­lichen Ende des Viertels -) neu­er­dings zwi­schen­durch Pause machen zu können!