Jeder Straße ihre Sitzbank

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Frau mit weißem Haar und langem Zopf, in Jeans, blau gekleidet, am Gesteigrand auf Sitzbank vor Büschen

Nach­dem ich im Laufe des Jahres 2017 bemerkt hatte, dass eine mir lieb gewon­nene Sitz­bank in der Nähe meines Wohn­hau­ses entfernt worden war, fragte ich nach …

https://www.ruhrnachrichten.de/Staedte/Dortmund/Das-Motto-lautet-Jeder-Strasse-ihre-Sitzbank-1273771.html

https://www.huffingtonpost.de/entry/sitzbanke-alteremenschen_de_5afc1adfe4b0779345d4a59b

Was inzwi­schen immer passiert: Ich nehme stän­dig bewusst wahr, wo es Sitz­bänke gibt, wo nicht und entde­cke laufend neue Sitz­bank­va­ri­an­ten und foto­gra­fiere …

Hier geht’s zur

In Deiner Stadt, in Deinem Dorf, in Deiner Gegend: Kennst Du auch Sitz­bänke, die irgend­wie spezi­ell sind, die Dir aufge­fal­len sind, die Du viel­leicht sogar schon foto­gra­fiert hast?

Gerne nehme ich auch Deine Impres­sio­nen zum Thema Sitz­bänke in meiner Gale­rie auf …

Nach­fol­gend der Versuch einer Chro­no­lo­gie zum Sitz­bank-Projekt!

Mai 2019

Beim von mir ange­sto­ße­nen Sitz­bank-Projekt ist leider weiter­hin “bitte warten” ange­sagt. Als ich unlängst an der Frei­tags-Demo der Schü­ler teil­nahm, traf ich dort auch wieder einmal Uwe Martin­sch­ledde von den Pira­ten, der mich bei meinem Projekt unter­stützt und dieser erzählte, dass demnächst mal im Kreuz­vier­tel eine erste Bank aufge­stellt werden soll, damit die Sache mal ins Rollen komme, auch unab­hän­gig von der Begut­ach­tung meines Gesamt­pa­ke­tes durch die Stadt­ver­wal­tung, aber auch diese Sitz­bank hat ihren Weg ins Vier­tel noch vor sich …

Unlängst entdeckt: https://www.svz.de/lokales/zeitung-fuer-die-landeshauptstadt/Sitzgelegenheiten-in-Schwerin-Im-Test-Gute-Baenke-schlechte-Baenke-id23636592.html

Den Arti­kel kann man gratis voll­stän­dig lesen, sobald man sich regis­triert hat.

Laut Zeitungs­be­richt sind in Schwe­rin hunderte Sitz­bänke aufge­stellt — wie viele genau in Rela­tion zu Fläche und Einwoh­ner­zahl der Stadt, lässt sich aus den Formu­lie­run­gen des Textes leider nicht erken­nen, aber die Frage stellt sich mir schon mal, wie das denn eigent­lich in ande­ren Städ­ten so ist mit den dorti­gen Sitz­mög­lich­kei­ten im öffent­li­chen Raum im Vergleich zur Anzahl an Sitz­ge­le­gen­hei­ten in Dort­mund …

Wie auch immer: Keine der an den 14 Stand­or­ten getes­te­ten Sitz­bänke erhielt eine bessere Note als 2. Bemän­gelt wurden u. a. Verschmut­zung (Tauben­dreck), starke Alte­rung, mangelnde Stand­fes­tig­keit, kühle, weil stei­nerne Sitz­flä­che, fehlende Lehne. Zwei Test­ergeb­nisse seien hier zitiert:

4. Schelf­kir­che

Sie sitzt und sitzt und sitzt. Deshalb hat Künst­ler August Martin Hoff­mann seine Bron­ze­fi­gur auf der Stein­bank vor der Schelf­kir­che auch die Sitzende genannt. Wer will, kann sich neben ihr ausru­hen und sich das Trei­ben in diesem schö­nen Stadt­teil anschauen. Die Stein­platte ist zwar kühl und eine Lehne wäre auch schön, aber für eine kurze Pause reicht es alle­mal. Note 2,5

8. Markt­platz

Auf dem Markt­platz stehen nur drei Bänke aus Stein. Im Hoch­som­mer ist das ange­nehm, ohne Sitz­kis­sen ansons­ten zu kühl. Aber wer hat schon ein Sitz­kis­sen dabei? Öffent­li­che, sonnige  Sitz­ge­le­gen­hei­ten fehlen auf diesem zentra­len Platz. Note 4


Quelle: https://www.svz.de/23636592 ©2019

Am Ende des Arti­kels werden die Leser einge­la­den, von ihrer Bank des Vertrau­ens zu berich­ten — wo sie gerne Platz nehmen und wo es sich aufgrund ihrer Erfah­run­gen gut sitzen lässt.

Sitz­bänke im öffent­li­chen Raum sind Thema — und das freut mich jeden­falls immer wieder sehr!

März 2019

Endlich, nach­dem das Buch schon seit Mona­ten auf meiner Lese­liste stand, vertiefte ich mich in das Sach­buch “Zusam­men leben” von Bart Somers, 2017 in London von der City Mayors Foun­da­tion zum “besten Bürger­meis­ter der Welt” gewählt.

Und was lese ich total erfreut auf Seite 60???

Die Bedeu­tung der bauli­chen Aufwer­tung von Stra­ßen und öffent­li­chen Plät­zen wird gewal­tig unter­schätzt — es sagt schließ­lich etwas darüber aus, was der Staat von den Menschen hält, die dort leben. Deshalb lehnen wir in Meche­len auch soge­nannte robuste, vanda­lissmus­si­chere Mate­ria­lien ab und verzich­ten etwa darauf, Bänke aus Eisen aufzu­stel­len …

BART SOMERS, ZUSAMMEN LEBEN

Anmer­kung: Aber natür­lich auch unab­hän­gig von meinem obigen Lieb­lings­zi­tat aus diesem Buch ist es ausge­spro­chen lesens­wert, beschreibt es doch auf äußerst anschau­li­che Weise, wie viele Möglich­kei­ten es gibt, Krimi­na­li­tät und Terror vorzu­beu­gen, ohne den Boden der demo­kra­ti­schen Rechts­staat­lich­keit zu verlas­sen. Die belgi­sche Stadt Meche­len ist ein tolles Beispiel für die erfolg­rei­che Umset­zung des im Werk vorge­stell­ten Konzep­tes!

Januar 2019

Hier war früher der Link zu einem klei­nen Zeichen­trick­film zum Tages­ab­lauf einer Sitz­bank! Das Film­chen wurde leider von der Platt­form, wo eine Freun­din es gefun­den hatte, gelöscht!

Die Bild­folge beschrieb auf entzü­ckende Weise die Bedeu­tung von Sitz­bän­ken für die Menschen, warum es über­all Sitz­bänke geben sollte: Für Alte, für Verliebte, für Obdach­lose, für Freun­din­nen, für Sonnen­an­be­ter, für Hung­rige, für Müde etc.. Und dann kam in der Bild­folge auch ein Mann vom Reini­gungs­dienst — ja, Fegen muss zwischen­durch auch mal sein … aber für die zusätz­liche Lebens­qua­li­tät lohnt das doch, oder nicht?

Dezember 2018

Meine Vorschläge für Sitz­bänke-Stand­orte im Dort­mun­der Kreuz­vier­tel, exem­pla­risch im Wesent­li­chen für die beiden längst durchs Revier führen­den, langen Stra­ßen “Neuer Graben” und “Sonnen­straße” erstellt, befin­den sich nun zwecks Prüfung in der Stadt­ver­wal­tung …

Oktober / November 2018

Im Okto­ber nahm das  Projekt “Jeder Straße ihre Sitz­bank” endlich wieder Fahrt auf. Was sich getan hat, kannst Du in meinem neuen Blog­bei­trag lesen …

August 2018:

Fami­li­en­ak­ti­vi­tä­ten und Sommer­hitze: Das Projekt “Jeder Straße Ihre Sitz­bank” macht Pause …

Juni 2018

Bereits während meiner Vorbe­rei­tun­gen zur Antrag­stel­lung des Sitz­bank­pro­jek­tes im Rahmen der Anwoh­ner­fra­ge­stunde des Bezir­kes Dort­mund Innen­stadt-West habe ich über die Nach­bar­schafts-Online-Platt­form den Pira­ten­po­li­ti­ker Uwe Martin­sch­ledde, Bezir­krat in meinem “Revier”, kennen­ge­lernt, der mich bereits bei der Erstel­lung meines Konzep­tes mit hilf­rei­chen Ratschlä­gen unter­stütze und mir nun auch weiter­hin beim “Voran­trei­ben” der Unter­neh­mung zur Seite steht.

Es rührte mich übri­gens, also ich online unlängst folgen­den Bericht fand:
Kamal (21): „Er ist wie ein Vater für mich“.

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