Jeder Straße ihre Sitzbank

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Update April 2020: Die erste neue Sitzbank ist da!

Neue Sitzbank - Ecke Sonnenstraße - Hohe Straße

Am 1. April (kein April­scherz!) ent­deckt: Das erste "sitzbare" Ergebnis des Pro­jekts "Jeder Straße ihre Sitzbank"! Aus Daten­schutz­gründen hier ohne Besucher*in, aber bei dem der­zei­tigen schönen April­wetter und "dank" Corona zusätzlich geringem Auto­verkehr ist die neue Sitz­ge­le­genheit selten unbe­setzt!

Nach­folgend, nach der Über­sicht "Ver­öf­fent­li­chungen, Weg­weiser und Chro­no­logie, in umge­kehrt chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­folge, wie das Sitz­bank­projekt seinen Anfang nahm und wie es sich langsam, aber stetig bis zur oben gezeigten Sitzbank an der Ecke Son­nen­straße /​ Hohe Straße ent­wi­ckelte!

Nachdem ich im Laufe des Jahres 2017 bemerkt hatte, dass eine mir lieb gewonnene Sitzbank in der Nähe meines Wohn­hauses ent­fernt worden war, fragte ich nach …

Veröffentlichungen, Wegweiser und Chronologie

  • In meiner Sitzbänke-​Galerie zeige ich Dir in loser Folge Sitz­plätze, an denen ich nicht vor­bei­gehen konnte, ohne mein Bedürfnis, sie über ein Bild "fest­zu­halten", zu stillen!
  • In meinem Blog­beitrag Blog­beitrag Sitz­bänke für Dortmund kannst Du Dir am Bei­spiel zweiter Straßen im Dort­munder Kreuz­viertel ansehen, welche Standorte ich der Stadt Dortmund im Herbst 2018 exem­pla­risch zur Über­prüfung vor­ge­schlagen habe!
  • Ruhr­nach­richten 25. Januar 2020 : In der Dort­munder Innen­stadt sollen mehr Bänke stehen. (Toll! Bezirks­ver­tretung und Tief­bauamt machen Nägeln mit Köpfen – die Freude könnte nicht größer sein! Susanne Riese von den Ruhr­nach­richten fasst wun­derbar zusammen! Mehr dazu unten – siehe "Update 25. Januar 2020")

Update 3. Februar 2020

Begehung im Kreuzviertel – Dortmund Innenstadt-​West
Projekt "Jeder Straße ihre Sitzbank"

9 Uhr Treff­punkt Möl­ler­brücke. Bei (noch!) tro­ckenem Wetter mar­schierten wir pünktlich los:

  • Bezirks­bür­ger­meister Ralf Stoltze (SPD),
  • Bezirks­meister Pus­karic und Ralf Zeiler vom Tief­bauamt,
  • Anne-​Renate Eberle von "Die Linke",
  • Uwe Mar­tin­sch­ledde von der Pira­ten­partei,
  • Thomas, mein Ehemann und natürlich
  • ich, in all­seits guter Stimmung!

Das liebe ich so sehr an den Men­schen hier:

Niemand scheint es nötig zu haben, seine Position im öffent­lichen Leben her­aus­zu­stellen – alle wollen spürbar das Beste für die Stadt und die Men­schen, die sich in ihr auf­halten!

Auf ging's Richtung Hohe Straße, durch die Weis­bach­straße zum Neuen Graben, nach links bis zur U‑Bahn und dann umkehrend den Neuen Graben entlang.

In den genannten Straßen wurden eigentlich ziemlich viele Standorte als grund­sätzlich möglich notiert – wie schön!

Und wie es der Zufall so wollte: Am Neuen Graben auf der Höhe Lie­big­straße radelt der 1. stell­ver­tre­tende Bür­ger­meister, Friedrich Fuss, Fraktion Bündnis90/​Die Grünen, auf uns zu.

Zwi­schen 2 Ter­minen wusste er schon im Vorfeld, dass er bei dieser Begehung nicht würde dabei sein können, aber ein Ein­ladung auf Café in seinem Domizil spricht er spontan aus.

Bei uns ging's nun zuerst den Neuen Graben noch ein Stück weiter bis zur Arne­cke­straße und diese ein Stück hinauf.

Inzwi­schen hatte es so heftig zu regnen begonnen, dass wir gerne Zuflucht in des stell­ver­tre­tenden Bür­ger­meisters nahe gele­gener Wohnung suchten:

Von links: Th. Kossmann (Ehemann), A.-R. Eberle (Die Linke), U. Martinschledde (Piratenpartei), Hr. Bezirksmeister Puskaric (Tiefbauamt), F. Fuß (1. stv. Bezirksbürgermeister, Fraktion Bündnis90/Die Grünen), R. Zeiler (Tiefbauamt), R. Stoltze (Bezirksbürgermeister, SPD)

Zwei Drittel der vor­ge­schla­genen Sitzbank-​Standorte hatten wir inzwi­schen schon besucht.

Herr Zeiler und der Bezirks­bür­ger­meister mussten sich nun ver­ab­schieden, um weitere Termine wahr zu nehmen, aber mit dem Bezirks­meister Pus­karic waren wir wei­terhin mit einem Fachmann erster Güte unterwegs!

Von Standort zu Standort ver­deut­lichte uns Herr Pus­karic nun auf­grund einiger nicht geeig­neter Plätze, was es alles zu beachten gibt, bevor irgendwo eine Sitzbank auf­ge­stellt werden kann.

Optimal ist es nach­voll­zieh­barer Weise, Sitz­bänke im Boden zu ver­ankern, weshalb Plätze mit unter­ir­di­schen Lei­tungen nicht geeignet sind – und dass wir bedenken müssten, dass die Rohr­ver­läufe unter­ir­disch kei­neswegs prin­zi­piell gerad­linig ange­ordnet erscheinen!

Wei­terer Aus­schlie­ßungs­grund für Sitz­bank­standorte ist beispiels­weise auch das Wur­zel­ge­flecht großer Bäume. An ver­schie­denen älteren Geh­weg­be­lägen konnten wir sehen, mit welcher Kraft und in welch großem Umkreis die Wurzeln der alten Pla­tanen am Neuen Graben unter­ir­disch arbeiten.

Weiters befinden sich einige vor­ge­schlagene Sitzbank-​Standorte auf nicht­öf­fent­lichem Grund bzw. auf Flächen, die der Bahn gehören. Trotzdem werden diese Vor­schläge erfreu­li­cher­weise groß­teils in Betracht gezogen.

Die Fach­leute im Tief­bauamt über­prüfen in den nächsten Wochen die getroffene Auswahl auf ihre Mach­barkeit. Auch ich werde Rück­meldung erhalten! Man darf echt gespannt sein, wie die Sitz­bankstory nun weiter geht …

Update 25. Januar 2020

♥ Größere Freude hätten mir die Bezirks­ver­treter des Stadt­teils Dortmund Innenstadt-​West in Zusam­men­arbeit mit dem Tief­bauamt nicht machen können! ♥

  1. Die umfas­sende Dis­kussion im Rahmen der Sitzung am 22. Januar, in der über unzählige Wort­mel­dungen bis zur wich­tigen Frage rund um Sitzbank-​Ausführungen das Thema sorg­fältig besprochen worden war, ließ klar erkennen, dass die Bezirks­ver­treter das Projekt "Jeder Straße ihre Sitzbank" bereits zu ihrem eigenen Vor­haben gemacht haben!
  2. die Ideen des Tief­bau­amtes zur Rea­li­sation des Sitz­bank­pro­jektes wurde von meinen Bezirks­ver­tretern ein­stimmig beschlossen:
  • Aus meinen exem­pla­ri­schen Bei­spielen für Standorte im Dort­munder Kreu­viertel sollen einige Sitz­bänke noch im Frühjahr auf­ge­stellt werden! Ein gemein­samer Bege­hungs­termin (Tief­bauamt, einige Bezirks­ver­treter und meine Wenigkeit) wurde bereits für Anfang Februar fixiert!
  • Zusätzlich wird ein externer Dienst­leister ein Konzept für den ganzen Stadt­bezirk auf­stellen, denn es soll mög­lichst bald überall viel mehr Sitz­ge­le­gen­heiten geben!

Ein beson­deres Danke möchte ich spe­ziell noch Richtung Ulrike Wenzel (Bündnis90/​Grüne) aus­sprechen:

Ihre dring­liche Bitte um Bänke mit Holz­auflage, da Metall­git­ter­bänke die Wärme des Körpers abziehen und deshalb u. a. nicht für die kalten Jah­res­zeiten geeignet seien, gab mir die Mög­lichkeit, als Bür­gerin nach der langen Dis­kussion in meinem abschlie­ßenden Beitrag diesen wich­tigen Dis­kus­si­ons­punkt durch meine Wie­der­auf­nahme ein zweites Mal in den Fokus der vielen Über­le­gungen zu stellen!

Einer der Bezirksräte vertrat nämlich aus Sorge um Van­da­lismus rund um Sitz­ge­le­gen­heiten zuvor die Meinung, dass Metall­bänke besser wären als keine. Ich sehe das aber anders.

Ja, Van­da­lismus ist ein großes Thema und aus vielen Gesprächen weiß ich, dass deshalb viele Bürger leicht­fertig (- leicht­fertig, weil sie sich dadurch eigene Lebens­qua­lität nehmen -) Sitz­bänke ablehnen. Die Sache ist aber, denke ich, ent­spre­chend der Broken Windows – Theorie anders zu betrachten:

Wo Schmutz und Kaputtes ist, kommt immer noch mehr Ver­un­rei­nigung hinzu – und Zerstörungswut setzt genau dort an, wo Bürger sich immer mehr auf ihren engsten Kreis zurück­ziehen. Das Gebiet, für das sie sich ver­ant­wortlich fühlen, redu­ziert sich auf die eigene Wohnung und die soziale Kon­trolle im öffent­lichen Raum fehlt.

Die Ruhr­nach­richten zitieren mich daher rich­ti­ger­weise so:

Ich wäre ent­täuscht, würde die Stadt mit Metall­bänken zuge­pflastern! Ich hätte lieber 80 Bänke, die regel­mäßig gewartet werden als 100 nicht gewartete. Dann laden sie auch nicht zu Van­da­lismus ein.

Ruhr­nach­richten, 25. Januar 2020

Januar 2020

Da am 22. Januar die nächste Sitzung der Bezirks­ver­tretung Dortmund Innenstadt-​West ansteht, habe ich Herrn Kraus, dem Geschäfts­führer der Bezirks­ver­tretung, zuvor noch einen neuen Vor­schlag für die Auf­stellung einer ersten Sitzbank unter­breitet:

Freifläche - Endstück eines Gehweges vor Baum.

Die Frei­fläche auf der Seite der S‑Bahn im Bereich Son­nen­straße /​ Pop­pel­s­dor­fer­straße liegt ziemlich genau zwi­schen Möl­ler­brücke und Weis­bach­straße und könnte einer lieben Nach­barin von mir, einer bein­am­pu­tierten Dame, auf dem Weg zu Ein­käufen und sons­tigen Wegen an der Lin­de­mann­straße und Möl­ler­brücke perfekt die Mög­lichkeit eines Zwi­schen­stopps bieten!

Und ich ver­si­cherte Herrn Kraus, dass, mich ein­ge­schlossen, diese beein­träch­tigte Frau nicht die einzige ältere Dame sein würde, die gerne mal auf der Sitzbank ver­weilte!!!

In der bereits online auf­find­baren Tages­ordnung zur Sitzung der Bezirks­ver­tretung am 22. 1. 2020 findest Du übrigens den Tages­punkt so gelistet:

3. Bericht­erstat­tungen und Ange­le­gen­heiten von besonderer Bedeutung
3.1 Auf­stellung von Sitz­bänken – "Jeder Straße ihre Sitzbank"
Bericht­erstattung

Sit­zungs­un­ter­lagen der politi­schen Gremien (siehe: Bezirks­ver­tretung Innen­stadt West)

November 2019

Mittwoch, 27. November 2019, 16 Uhr, Rathaus
Sitzung Bezirksvertretung Innenstadt-​West


Nach einer län­geren War­tezeit war es an der Zeit, im Rahmen einer Bür­ger­an­frage nach­zu­fragen, was sich (- bzw. ob sich -) bei der Stadt­ver­waltung betreffend Sitz­bank­projekt (etwas) getan hat und wie es wei­ter­gehen soll …

Meine Nach­fragen wurde gut auf­ge­nommen! Die Bezirksräte beschlossen ein­stimmig, bei der Stadt­ver­waltung nicht nur nach­zu­fragen, sondern auch die Infor­ma­tionen ein­zu­fordern, was in der Causa bis jetzt geschehen ist und welchen Zeitplan die Stadt­ver­waltung für die Umsetzung des Sitzbank-​Projektes vor­ge­sehen hat!

Sommer 2019

Was inzwi­schen immer pas­siert: Ich nehme ständig bewusst wahr, wo es Sitz­bänke gibt, wo nicht und ent­decke laufend neue Sitz­bank­va­ri­anten und foto­gra­fiere …

Hier geht's zur

In Deiner Stadt, in Deinem Dorf, in Deiner Gegend: Kennst Du auch Sitz­bänke, die irgendwie spe­ziell sind, die Dir auf­ge­fallen sind, die Du viel­leicht sogar schon foto­gra­fiert hast?

Gerne nehme ich auch Deine Impres­sionen zum Thema Sitz­bänke in meiner Galerie auf …

Mai 2019

Beim von mir ange­sto­ßenen Sitzbank-​Projekt ist leider wei­terhin "bitte warten" angesagt. Als ich unlängst an der Freitags-​Demo der Schüler teilnahm, traf ich dort auch wieder einmal Uwe Mar­tin­sch­ledde von den Piraten, der mich bei meinem Projekt unter­stützt und dieser erzählte, dass dem­nächst mal im Kreuz­viertel eine erste Bank auf­ge­stellt werden soll, damit die Sache mal ins Rollen komme, auch unab­hängig von der Begut­achtung meines Gesamt­pa­ketes durch die Stadt­ver­waltung, aber auch diese Sitzbank hat ihren Weg ins Viertel noch vor sich …

Unlängst ent­deckt: https://​www​.svz​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​z​e​i​t​u​n​g​-​f​u​e​r​-​d​i​e​-​l​a​n​d​e​s​h​a​u​p​t​s​t​a​d​t​/​S​i​t​z​g​e​l​e​g​e​n​h​e​i​t​e​n​-​i​n​-​S​c​h​w​e​r​i​n​-​I​m​-​T​e​s​t​-​G​u​t​e​-​B​a​e​n​k​e​-​s​c​h​l​e​c​h​t​e​-​B​a​e​n​k​e​-​i​d​2​3​6​3​6​592.html

Den Artikel kann man gratis voll­ständig lesen, sobald man sich regis­triert hat.

Laut Zei­tungs­be­richt sind in Schwerin hun­derte Sitz­bänke auf­ge­stellt – wie viele genau in Relation zu Fläche und Ein­woh­nerzahl der Stadt, lässt sich aus den For­mu­lie­rungen des Textes leider nicht erkennen, aber die Frage stellt sich mir schon mal, wie das denn eigentlich in anderen Städten so ist mit den dor­tigen Sitz­mög­lich­keiten im öffent­lichen Raum im Ver­gleich zur Anzahl an Sitz­ge­le­gen­heiten in Dortmund …

Wie auch immer: Keine der an den 14 Stand­orten getes­teten Sitz­bänke erhielt eine bessere Note als 2. Bemängelt wurden u. a. Ver­schmutzung (Tau­ben­dreck), starke Alterung, man­gelnde Stand­fes­tigkeit, kühle, weil stei­nerne Sitz­fläche, feh­lende Lehne. Zwei Test­ergeb­nisse seien hier zitiert:

4. Schelf­kirche

Sie sitzt und sitzt und sitzt. Deshalb hat Künstler August Martin Hoffmann seine Bron­ze­figur auf der Steinbank vor der Schelf­kirche auch die Sit­zende genannt. Wer will, kann sich neben ihr aus­ruhen und sich das Treiben in diesem schönen Stadtteil anschauen. Die Stein­platte ist zwar kühl und eine Lehne wäre auch schön, aber für eine kurze Pause reicht es allemal. Note 2,5

8. Markt­platz

Auf dem Markt­platz stehen nur drei Bänke aus Stein. Im Hoch­sommer ist das angenehm, ohne Sitz­kissen ansonsten zu kühl. Aber wer hat schon ein Sitz­kissen dabei? Öffent­liche, sonnige  Sitz­ge­le­gen­heiten fehlen auf diesem zen­tralen Platz. Note 4


Quelle: https://​www​.svz​.de/​23636592 ©2019

Am Ende des Artikels werden die Leser ein­ge­laden, von ihrer Bank des Ver­trauens zu berichten – wo sie gerne Platz nehmen und wo es sich auf­grund ihrer Erfah­rungen gut sitzen lässt.

Sitz­bänke im öffent­lichen Raum sind Thema – und das freut mich jeden­falls immer wieder sehr!

März 2019

Endlich, nachdem das Buch schon seit Monaten auf meiner Lese­liste stand, ver­tiefte ich mich in das Sachbuch "Zusammen leben" von Bart Somers, 2017 in London von der City Mayors Foun­dation zum "besten Bür­ger­meister der Welt" gewählt.

Und was lese ich total erfreut auf Seite 60???

Die Bedeutung der bau­lichen Auf­wertung von Straßen und öffent­lichen Plätzen wird gewaltig unter­schätzt – es sagt schließlich etwas darüber aus, was der Staat von den Men­schen hält, die dort leben. Deshalb lehnen wir in Mechelen auch soge­nannte robuste, van­da­lissmus­si­chere Mate­rialien ab und ver­zichten etwa darauf, Bänke aus Eisen auf­zu­stellen …

BART SOMERS, ZUSAMMEN LEBEN

Anmerkung: Aber natürlich auch unab­hängig von meinem obigen Lieb­lings­zitat aus diesem Buch ist es aus­ge­sprochen lesenswert, beschreibt es doch auf äußerst anschau­liche Weise, wie viele Mög­lich­keiten es gibt, Kri­mi­na­lität und Terror vor­zu­beugen, ohne den Boden der demo­kra­ti­schen Rechts­staat­lichkeit zu ver­lassen. Die bel­gische Stadt Mechelen ist ein tolles Bei­spiel für die erfolg­reiche Umsetzung des im Werk vor­ge­stellten Kon­zeptes!

Januar 2019

Hier war früher der Link zu einem kleinen Zei­chen­trickfilm zum Tages­ablauf einer Sitzbank! Das Filmchen wurde leider von der Plattform, wo eine Freundin es gefunden hatte, gelöscht!

Die Bild­folge beschrieb auf ent­zü­ckende Weise die Bedeutung von Sitz­bänken für die Men­schen, warum es überall Sitz­bänke geben sollte: Für Alte, für Ver­liebte, für Obdachlose, für Freun­dinnen, für Son­nen­an­beter, für Hungrige, für Müde etc.. Und dann kam in der Bild­folge auch ein Mann vom Rei­ni­gungs­dienst – ja, Fegen muss zwi­schen­durch auch mal sein … aber für die zusätz­liche Lebens­qua­lität lohnt das doch, oder nicht?

Dezember 2018

Meine Vor­schläge für Sitzbänke-​Standorte im Dort­munder Kreuz­viertel, exem­pla­risch im Wesent­lichen für die beiden längst durchs Revier füh­renden, langen Straßen "Neuer Graben" und "Son­nen­straße" erstellt, befinden sich nun zwecks Prüfung in der Stadt­ver­waltung …

Oktober /​ November 2018

Im Oktober nahm das  Projekt "Jeder Straße ihre Sitzbank" endlich wieder Fahrt auf. Was sich getan hat, kannst Du in meinem neuen Blog­beitrag Sitz­bänke für Dortmund lesen …

August 2018:

Fami­li­en­ak­ti­vi­täten und Som­mer­hitze: Das Projekt "Jeder Straße Ihre Sitzbank" macht Pause …

Juni 2018

Bereits während meiner Vor­be­rei­tungen zur Antrag­stellung des Sitz­bank­pro­jektes im Rahmen der Anwoh­ner­fra­ge­stunde des Bezirkes Dortmund Innenstadt-​West habe ich über die Nachbarschafts-​Online-​Plattform den Pira­ten­po­li­tiker Uwe Mar­tin­sch­ledde, Bezirkrat in meinem "Revier", ken­nen­ge­lernt, der mich bereits bei der Erstellung meines Kon­zeptes mit hilf­reichen Rat­schlägen unter­stütze und mir nun auch wei­terhin beim "Vor­an­treiben" der Unter­nehmung zur Seite steht.

Es rührte mich übrigens, also ich online unlängst fol­genden Bericht fand:
Kamal (21): „Er ist wie ein Vater für mich“.

Mai 2018

Im Mai erschien in der deut­schen Ausgabe der Huffpost eben­falls ein Bericht über das Sitzbank-​Projekt. Update Januar 2020: Der Artikel ist online nicht mehr ver­fügbar, weil es die deutsche Huffpost seit Ende März 2019 nicht mehr gibt, aber im PDF – Für jede Straße eine Bank nach­lesbar!

April 2018

in den Ruhr­nach­richten erschien am 10. April ein Bericht über das Projekt.

Für Senioren, die nicht mehr so mobil sind, ist eine Bank nicht nur eine Bank: Sie ist eine Moti­vation dafür, vor die Haustüre zu gehen.

Ruhr­nach­richten, "Jeder Straße ihre Sitzbank"

März 2018

Am 14. März 2018 bat ich, Anwoh­nerin des Dort­munder Stadt­be­zirks Innenstadt-​West, im Rahmen der Ein­woh­ner­fra­ge­stunde um mehr Sitz­bänke im öffent­lichen Raum.

Um meiner Eingabe, die letzt­endlich von den Bez­riks­ver­tretern auch positiv bewertet wurde, Gewicht zu geben, ver­fasste ich dazu ein 4‑seitiges Info­blatt:

jeder strasse ihre sitzbank seite 1
Sitz­plätze für ältere Men­schen – Sonne für jederman – Kommunikations­plätze für alle
jeder strasse ihre sitzbank seite 2
Eisen­bänke versus Holz­bänke
jeder strasse ihre sitzbank seite 3
Stand­ort­bei­spiel Schil­ling­straße
jeder strasse ihre sitzbank seite 4
Stand­ort­bei­spiel Weis­bach­straße

2 thoughts on “Jeder Straße ihre Sitzbank

  • Avatar
    14. Januar 2020 at 20:18
    Permalink

    Liebe Marie,

    es ist wirklich toll, dass Du bei diesem Thema am Ball bleibst und trotz der Müh­se­ligkeit nicht auf­gibst.

    Inzwi­schen gehöre ich zu den älteren Men­schen, die aus gesund­heit­lichen Gründen hier und da mal eine Bank benö­tigen, um wieder Kraft zu schöpfen. Ansonsten schaffen sie ihren Weg in die nahe Fuß­gän­gerzone der City nicht.
    Ich weiß gar nicht, wann ich zum letzten Mal in der Stadt war.

    Aber auch ohne gesund­heit­liche Ein­schrän­kungen wäre es schön, wenn man öfter einen Platz zum Aus­ruhen fände. Einen Platz, der auch zur unver­bind­lichen und freund­lichen Kom­mu­ni­kation mit anderen Menschen/​Nachbarn einlädt, die gerade eine kleine Pause machen. Einen Platz für eine kurze Ent­schleu­nigung.

    Als Laie denkt man sich, dass es doch nicht soooo schwer und teuer sein kann, ein paar ein­fache, aber zweck­mäßige Sitz­ge­le­gen­heiten auf­zu­stellen. Die müssen ja keinen Schön­heits­wett­bewerb gewinnen.

    Ob man wohl von der Stadt die Erlaubnis bekommen würde, Bänke zu instal­lieren, die man selbst bezahlt? Ich befürchte, dass unsere Stadt­ver­waltung mit solch posi­tiven Bescheiden völlig über­lastet und über­fordert wäre.

    Danke Marie für Deinen Einsatz für diese Ange­le­genheit. Mach weiter für uns alle.

    Liebe Grüße
    Anna-​Katharina

    Reply
    • Avatar
      14. Januar 2020 at 22:36
      Permalink

      Liebe Anna-​Katharina,

      herz­lichen Dank für Deinen aus­führ­lichen Kom­mentar! Du beschreibst wun­derbar, wie wichtig mehr Sitz­bänke im öffent­lichen Raum sind!

      Was die von mir bei den Bezirks­ver­tretern erbe­tenen Sitz­bänke im öffent­lichen Raum anlangt, kann ich Dir nur ver­si­chern, dass diese Poli­tiker des Stadt­teiles Dortmund Innenstadt-​West völlig unserer Meinung sind und alles daran setzen werden, dass 2020 Nägel mit Köpfen gemacht werden!

      Das bereits im Frühjahr 2018 beschlossene Projekt wurde übrigens mit einer durchaus ansehn­lichen Geld­summe aus­ge­stattet an die Stadt­ver­waltung weiter geleitet. Einer­seits müssen, glaube ich, tat­sächlich mehr Aspekte, als wir als Laien uns das so vor­stellen, beachtet werden, damit Ver­än­de­rungen im Stadtbild rechtlich abge­si­chert sind, ande­rer­seits ist, wie ich gehört habe, die Stadt­ver­waltung bei der Umsetzung anste­hender Pro­jekte leider laufend in Verzug, weil oft akute Ange­le­gen­heiten vor­ge­reiht werden müssen und im Fall Dortmund die Stadt zusätzlich auch durchaus mehr Mit­ar­beiter brauchen könnte.

      Wie Du richtig ver­mutest: Privat gespon­serte Sitz­bänke fänden wohl auch nicht schneller an die Orte unserer Wünsche, Träume und Hoff­nungen!
      Aber ich denke, dass dies dem Projekt keinen Abbruch tut:

      Aus der Novem­ber­sitzung der Bezirks­ver­tretung bin ich mit dem guten Gefühl her­aus­ge­gangen, dass die Idee "Jeder Straße ihre Sitzbank" sich dem­nächst, erst einmal exem­pla­risch im Dort­munder Kreuz­vierte, ver­wirk­lichen wird!

      Alles Liebe
      Marie

      Reply

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